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“nach norden” - ein Aufruf; ein Zeitpunkt; ein Gefühl; oder einfach nur eine Antwort. Die dazugehörige Frage ist der ideelle Kern des im Frühjahr auf Traumton Records erscheinenden gleichnamigen Debutalbums der Gruppe nachtlüx.
“Wohin zieht es uns?” singt Lea W. Frey, und sofort spürt man, dass sie damit nicht nur eine Liebesbeziehung meint. Es geht um Utopien; schmerzhafte, weil flüchtig-irreale, Tagträume. “nach norden” bleibt nicht die einzige Antwort: die Reise geht dorthin “wo sie singen”, “hinter’n horizont” oder an den “blättersaum, rissig und karg”, ins “nirgendwo”, dahin, “wo die wolken sich verschieben”.
“oh, das tut so gut / aber wieso / geht es nicht ganz anders / als ganz anderswo?” fragt Lea W. Frey - und bringt damit die systematischen Irrwege, die innere Heimatlosigkeit ihrer zerrissenen, zerstreuten, ziellosen Generation nebenbei auf den Punkt.
Doch nachtlüx richten sich nicht ein in der Misere, der Blick ist janusköpfig auch immer in die Zukunft gerichtet. Der Weg mag beschwerlich sein, das Ziel unerreichbar, die Reise wird dennoch angetreten. Hoffen ist menschlich und alle Wege führen, alle Vögel ziehen, ja ohnehin nach norden.
NACHTLÜX im TV und im Kino |
Der von nachtlüx vertonte Videoclip Turn Your Smile On lief u.a. im MDR, auf folgenden Festivals: BackupFestival, Exground Festival, Weimarer Film- und Fernsehtage 2007, Kulturarena Kurzfilmnacht 2007 und wurde mehrfach ausgezeichnet. |

